Montagsfrage: Leidet durch PR-Samples, Affiliate Links und bezahlte Beiträge die Glaubwürdigkeit eines Bloggers?

Lifestyle
Hey ihr Lieben
auf einem meiner Lieblingsblogs „I need Sunshine“ gibt es in regelmäßigen Abständen die sogenannte „Montagsfrage“. Dabei wird eine Frage zum Thema Bloggen, Blogdesign, Kaufverhalten etc. heiß diskutiert. Ich liebe diese Rubrik einfach, da viele verschiedene Meinungen zu einem Thema zusammenkommen und man eine Menge lernen kann. 
Dieses Mal steht folgende Frage im Fokus: 

Leidet durch PR-Samples, Affiliate Links und bezahlte Beiträge die Glaubwürdigkeit eines Bloggers?
Ich habe mich dazu entschlossen einen extra Blogpost zu verfassen, da ich dieses Thema als äußerst interessant und aktuell empfinde. Gleichzeitig möchte ich meinen Artikel dazu nutzen, meine Meinung bezüglich der Fragestellung für meine Leser/innen nochmal zu verdeutlichen, um eine gewisse Transparenz zu schaffen. 
Wie stehe ich zu PR-Samples?
Seien wir mal ehrlich, als wir selbst noch keinen eigenen Blog geführt haben, aber viele andere (Beauty)-Blogs gelesen haben, da waren wir teils ganz schön beeindruckt, wie viele Produkte so mancher Blogger kostenlos zugeschickt bekommt. Wer würde so etwas nicht „toll“ finden?
Für mich war es dennoch nicht der Grund dafür, einen eigenen Blog zu starten. Zumal ich da doch sehr realistisch bin und nicht damit rechnete, dass ich nach 3 Posts ein Paket erhalte. Leute, die nur aufgrund von gesponserten Testprodukten einen Beautyblog starten, sind mir sowieso suspekt. 
Dennoch lässt sich nicht verleugnen, dass mit der Zeit auch die Anfragen hinzukamen. Als die ersten Testprodukte, für die ich nichts bezahlen musste, bei mir eintrafen, war ich natürlich sehr freudig gestimmt und vielleicht auch ein wenig stolz darauf. 
Mit der Zeit wuchsen die Anfragen stetig und fast wöchentlich treffen nun zum Teil Pakete ein. Das sind entweder Produkte von Firmen, die zuvor Kontakt mit mir aufgenommen haben und denen ich daraufhin zugesagt habe, dass ich deren Produkt/e gerne testen möchte. 
Es gibt aber auch Firmen, die entnehmen dem Impressum meine Adresse und schicken mir einfach unangekündigt etwas zu. Ich würde jetzt lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich nicht über ein Überraschungspaket freue. Dennoch finde ich diese Methode etwas fragwürdig und beliebig. 
Bei solchen Paketen empfinde ich jedoch auch nicht das Gefühl, etwas darüber schreiben zu „müssen“, da ich ja nicht mal wusste, dass ich die Produkte bekommen würde. 
Wenn ich zuvor mit der Firma Kontakt hatte, dann fühle ich mich schon irgendwie dazu verpflichtet auch etwas über das Produkt zu schreiben. Das ist für mich insofern dann aber auch okay, als dass ich es mir ja gezielt ausgesucht habe und ein Interesse an dem Produkt von vorneherein bestand. 
Wenn ich Anfrage bekomme, die mich überhaupt nicht ansprechen oder thematisch weniger zu meinem Blog passen, dann lehne ich immer ab. Auch Gastbeiträge von irgendwelchen Firmen lehne ich grundsätzlich ab.
Mittlerweile kommt es schon öfter vor, dass ich gesponserte Produkte zeige, während diese früher eher die Ausnahme darstellte. Das liegt natürlich auch an der wachsenden Zahl von Anfragen. Wenn interessante Produkte dabei sind, möchte ich euch diese auch gerne zeigen, gerade wenn sie dem höheren Preissegment zuzuordnen sind. Daher freue ich mich z.B. sehr über die Zusammenarbeit mit Clinique. Gerade bei teureren Produkten finde ich Reviews hilfreich, bevor man das Geld investiert und es dann doch bereut. „High End“ Marken stehen auf meinem Blog aber trotzdem eher weniger im Fokus, da ich mir diese auf Dauer einfach nicht leisten könnte. 

Wie wichtig ist Ehrlichkeit für mich?
Das Problem sind für mich gar nicht die PR-Samples, sondern wie man mit ihnen umgeht. Dabei spielt eine ehrliche und authentische Meinung die wichtigste Rolle für mich. Ich kann für mich reinen Gewissens sagen, dass ich ein Produkt nie beschönige, nur weil es mir kostenlos zugeschickt wurde. Natürlich spielt ein angemessener Ton, auch bei Kritik, eine ausschlaggebende Rolle. Dennoch versuche ich stets positive als auch negative Seiten an einem Produkt aufzuzeigen. Dann kann jeder für sich selbst entscheiden, ob das Produkt etwas für ihn ist oder eher nicht. 
Bisher hatte ich das Glück, dass keine totalen Ausfälle dabei waren, was aber auch an meiner Auswahl der Marken und Produkte liegt. Generell finde ich es aber wichtig zu sagen, dass ich mit meinen Reviews niemandem zum Kauf motivieren möchte. Auch ich selbst kaufe mir ja nicht jedes Produkt, dass meine Lieblingsbloggerin vorstellt. Zudem würde ich es auch mit der Zeit merken, wenn ihre Meinung gekauft ist und sie ggf. nicht mehr lesen. 
Witzig finde ich es manchmal, wenn ich dubiose Anfragen ablehne und wenig später den geforderten Blogbeitrag auf anderen Blogs entdecke. Daran merkt man auch hin und wieder, wer sich kaufen lässt und wer nicht 😉
Wie stehe ich zu bezahlten Beiträgen?
Ich möchte hier einfach ganz ehrlich sein. Ich habe noch nie für einen Blogpost Geld bekommen oder in irgendeiner anderen Form Geld mit dem Blog verdient. Ich kann mich aber auch nicht davon freisprechen zumindest darüber nachgedacht zu haben. 
An einer ausführlichen Review, d.h. nach einer Testphase, einer Menge Bilder, Bildbearbeitung, Recherche über das Produkt, eventuelle Vergleiche mit anderen Marken und schließlich der Text, der bei mir immer sehr lang und ausführlich ist, sitze ich teilweise mehrere Tage. Natürlich macht mir das eine Menge Spaß und ist quasi auch mein größtes Hobby. Dennoch ist es eben sehr viel Arbeit und gleichzeitig kostenlose Werbung für eine Kosmetikfirma. Daher finde ich es nicht verwerflich, wenn man Geld für diese Arbeit bekommt/verlangt. Damit kann man seinen Lebensunterhalt sicherlich nicht bestreiten, aber man kann das Geld ggf. in neue Produkte oder Kameraausrüstung investieren. 
Ich stehe momentan an einem Punkt, an dem ich mir überlege, wie ich mit diesem Thema in Zukunft umgehe. Sobald ich Geld für einen Blogpost verlange, entsteht bei mir höchstwahrscheinlich ein gewisser Druck. Ich fühle mich dann erst recht verpflichtet, dass ich etwas über das Produkt schreiben MUSS. Das führt dann dazu, dass mir das Bloggen vielleicht weniger Spaß macht, da es nicht mehr so ungezwungen ist. Andererseits ist es ja eigentlich nur gut, wenn man mit seinem Hobby auch noch etwas Geld verdient und eine gewisse Wertschätzung seiner Arbeit erlangt. Denn das Produkt selbst kann wohl kaum als „Bezahlung“ dienen. 
Meine Meinung würde keine Firma der Welt kaufen können, da bin ich mir zu 100% sicher. Es ist eher das Gefühl, dass sich ändern würde. Außerdem frage ich mich, wie viel Geld ich dann fordern kann? Wie viel ist meine Arbeit wert? Wie schätzt man so etwas denn ein? Ab wann darf man Geld für einen Post verlangen? Spielt die Leserzahl da eine Rolle, die Klicks auf den Blog oder die Qualität der Artikel? 
Außerdem sollte man bedenken, dass man nicht einfach so Geld verlangen kann. Man muss ein Gewerbe anmelden, Rechnungen und Steuererklärungen schreiben etc. 
Grundsätzlich finde ich es aber absolut in Ordnung, wenn man Geld mit seinem Blog verdient und diese Fragen für sich beantworten kann. Ich bin da noch nicht soweit, dass ich diesen Schritt gehen würde.
________________________________
Ich vertrete die Meinung, dass ein Blog von Authentizität lebt und genau das der Vorteil gegenüber einer Zeitschriftenwerbung oder anderen Werbeanzeigen ist. Es gibt sicherlich schwarze Schafe, die gesponserte Artikel nicht kennzeichnen oder ihre Meinung kaufen lassen. Das ändert für mich aber nichts daran, dass ich dadurch nicht gezwungen bin ein Produkt zu kaufen. Das tue ich auch nicht, wenn ich einen Lippenstift in der Glamour sehe. 
Desweiteren würde ich mal behaupten, dass sich die Spreu vom Weizen trennt und man sowieso irgendwann merkt, ob jemand ehrlich ist oder nicht. Daher denke ich, dass gerade die erfolgreichsten Beauty(blogs) einen guten Umgang mit dem Thema gefunden haben und daher auch so geschätzt werden.
So, das war eine Menge Text. Mich würde natürlich auch eure Meinung zu dem Thema interessieren, sei es aus der Sicht eines Bloggers oder Lesers. Wenn ihr mich schon länger verfolgt, dann habt ihr sicherlich auch eine Entwicklung miterlebt und vielleicht findet ihr ja sogar, dass die Zahl der gesponserten Produkte in den Blogposts zu groß geworden ist. Da bin ich ganz offen für eure Kritik! 
Früher hatte ich viel mehr Zeit für meinen Blog, was aufgrund meines Studiums zeitweise nicht mehr so möglich war/ist. Dennoch versuche ich immer noch kreative Beiträge, Blogparaden oder Artikel in der Reihe „Tipps und Tricks“ zu posten, um ein kleines Gegengewicht für die Produktreviews zu schaffen.
Ansonsten schaut mal bei Diana vorbei, da findet ihr eine Menge weiterer Meinungen zu dem Thema. 
Alles Liebe,

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21 Comments

  • Reply
    Lena Schnittker
    Oktober 17, 2013 at 12:15

    Auf jeden Fall ein interessantes Thema! Ich bin da eigentlich ganz deiner Meinung und finde nichts schlimmes an gesponsorten Produkten etc. Für mich beeinträchtigt das die Glaubwürdigkeit nicht, da ich aber ohnehin (logischerweise) nur Blogs verfolge, deren Autoren mir sympatisch sind. lg Lena

  • Reply
    Oli
    Oktober 17, 2013 at 12:19

    Ich finde das ist ein sehr schöner Post und momentan sieht man ja extrem häufig, dass viele mit einer ECHTEN Meinugn garnicht klar kommen, ich muss da auf meinen Post neulich zu den Manhattan Lip & Cheek Balm anmerken, wo ein regelrechter Beef entstand nur weil ich auf den Stift allergisch reagiert habe und deswegen OFFEN gesagt habe, dass ich mir das ganze nicht nocheinmal ins GESICHT schmiere aber ihn als Lippenstift immernoch empfehle. Das Produkt war übrigens privat gekauft und grade eine Zicke die ihn geschickt bekam, kam damit überhaupt nicht zurrecht, dass meine persönliche Erfahrung in meine Bewertung einging.

    Bei solchen sinnlosen unverschämten Behauptungen oder ähnliches fragt man sich wieso es andere so sehr stört? Haben sie angst, dass wenn einige das Produkt nicht mögen, sie keine Gratisprodukte mehr bekommen, weil ie Firma durch Beiträge wie meine weniger verkauft?

    Ich sehe auch oftmals wie z.B. bei dem Zoeva Gewinnspiel auf Instagram, dass einige auch direkt neidisch werden wenn ZUFÄLLIG ein Fashion Blogger o.ä. gewinnt. Ich bin auch 2 jahre Bloggerin und habe echt noch nichts gewonnen xD

    Ich find dass viele irgendwie eine ganz seltsame Einstellung zu gesponserten Produkten oder Geld verdienen mit Blogs haben. Meistens sind es nämlich junge Mädchen die nur neidisch sind, weil ihnen nicht jede Firma unendlich gratis Produkte schickt. Ich verstehe das ganze wirklich nicht.

    • Finja
      Reply
      Finja
      Oktober 17, 2013 at 12:24

      Liebe Oli,

      ich habe deinen Post zu dem Manhattan Produkt verfolgt und fand es total richtig, dass du die Bilder gezeigt hast. Auch einige Kommentare dazu konnte ich nicht nachvollziehen. Natürlich kann es sein, dass es eine Ausnahme war und du einfach Pech hattest. Aber dennoch kann es genauso gut sein, dass auch andere mit solch einem Ausschlag reagieren. So was kann und sollte man nicht verheimlichen.

      Ich hätte es genauso gemacht!

      Ich weiß nicht, ob es Neid von anderen ist. Ich glaube es kommt einfach darauf an, wie man so einen Blog sieht. Für viele ist es nur ein Hobby, das auf keinen Fall bezahlt werden sollte. Da gibt es aber ja keine universelle Regel für, dass man mit einem Hobby kein Geld verdienen darf. Das ist alles Ansichtssache.
      Ich denke, dass man einfach für sich selbst einen Weg finden muss und wenn man diesen mit einem guten Gewissen vertreten kann, dann macht man nichts falsch, wie ich finde.

      Alles Liebe!

    • Reply
      Oli
      Oktober 17, 2013 at 12:39

      Das stimmt wohl, ich verstehe das alles einfach nicht, es ist als würde man einen Künstler verurteilen, dass er seine Bilde rverkaufen möchte und andere nur aus Hobby in ihr Skizzenbuch kritzeln. Ich habe auch aus witz mal eine Umfrage auf dem Blog gestartet zum Thema ob man z.B. objektive Blogs mehr mag als subjektive oder humorvolle etc. Ich habe ebreits 2 Stimmen für Objektiv und habe dafür auch einen Blogpost vorbereitet und denke mir, diese Menschen wissen wirklich nicht was Objektiv sein bedeutet undwie eine Review wäre wenn sie Objektiv wäre xD

  • Reply
    XxPurzel
    Oktober 17, 2013 at 12:35

    Sehe ich genauso wie du.
    Dem habe ich nichts zuzufügen 🙂

  • Reply
    Anne Knopp
    Oktober 17, 2013 at 16:02

    Ich kann dir zu all den Punkten nur voll und ganz zustimmen 🙂 Ich finde es toll, dass du so offen über dieses thema schreibst 🙂

  • Reply
    NaillifeToGo
    Oktober 17, 2013 at 20:19

    Ich muss sagen, du hast meine Gedanken ausgesprochen xD. Ich denke auch, dass man sich nicht von Firmen gezwungen fühlen sollte über Produkte zu schreiben, denn immerhin ists ja Werbung für die Firmen die mindestens 100 mal günstiger ist als zb Anzeigen in Zeitschriften.
    Allerdings fände ich es wohl auch sehr schwer einzuschätzen wie viel Geld man für einen Post verlangen sollte. Es ist wie beim Fotografen. Man bezahlt für seine Zeit, Erfahrung, Ausbildung, Kamera, Equipment, Programme, Druck und gute Ideen, aber man sieht am Ende "nur" die paar Bilder und vllt. Bearbeitung die viel Geld kosten^^. Beim Blogger sieht man auch "nur" den fertigen Post, hier und da mal was ins Gesicht gepinselt und drüber geschrieben wie mans findet. Aber dass Anschaffungskosten, 'Ausbildung', Equipment, Zeit und Ideen, sowie Kreativität dahinter wesentlich mehr Aufwand ist als man denkt, sehen halt meist nur die, die es auch schonmal miterlebt haben. Daher großen Respekt an deine Arbeit hier, bzw an dein Herzblut fürs Hobby. 🙂 Vor allem Vergleiche die eine längere Testphase brauchen verdienen viel mehr Respekt 🙂
    liebe Grüße, Virginie

  • Reply
    Unknown
    Oktober 18, 2013 at 3:54

    Hallo, ich als leserin vieler blogs bin einfach nur dankbar über die vielen infos zu den produkten. Und je mehr Produkte ihr vorstellen könnt, desto besser! 🙂 mir ist es dabei völlig egal, ob ihr die produkte gekauft habt, oder ob ihr diese kostenlos bekommen habt. Davon mal abgesehen, hatte ich aber auch noch nie das gefühl, dass ein beitrag unehrlich/gekauft war… Zumindest nicht auf den.blogs, die ich regelmäßig lese. Macht bitte einfach weiter wie bisher und nehmt euch die neider nicht so zu herzen… Soll sich der jenige den.Schuh anziehen, dem er passt 😉
    LG, Diana

  • Reply
    vanillefax
    Oktober 18, 2013 at 7:34

    Ich finde deine Formulierung: „Bisher hatte ich das Glück, dass (keine totalen Ausfälle dabei waren)“ schon vielsagend. Denn falls „Totalausfälle“ dabei gewesen wären und du dann ehrlicherweise eine negative Rezension schreiben müsstest – empfändest das als „Pech“? Die Formulierung interpretiere ich so, dass es dir unangenehm wäre, bei gesponserten Produkten eine negative Meinung zu veröffentlichen.

    • Reply
      Nagellack-Junkie
      Oktober 18, 2013 at 9:41

      Ich denke auc, dass man diesen Satz sehr leicht missverstehen kann.

      Andererseits passt er so interpretiert nicht zum Gesamtkontext und ich kann das Gesagte ansonsten eigentlich nur unterschreiben.

      Mir persönlich ist die Kennzeichnung von PR-Samples etc. sehr wichtig, damit ich letztendlich selbst entscheiden kann, ob ich der Review vertraue. Natürlich merkt man meist, ob die Meinung gekauft ist oder nicht, aber zum Teil muss ich leider auch davon ausgehen, dass bei Testprodukten ordentlich beschönigt wird – aus Angst, dass man hinterher keine Testprodukte mehr von dem Unternehmen erhält. Ich führe an dieser Stelle als Beispiel immer wieder gerne eine PR-Dame an, die mich (nach einer "nur" mittelmäßigen Bewertung des Produkt meinerseits) darauf hinwies, dass sie sich gewünscht hätte, ich würde in diesem Fall lieber keine Review verfassen. Die ein oder andere Bloggerin fühlt sich davon unter Umständen stark beeinflusst…

      Liebe Grüße
      Isabel

    • Finja
      Reply
      Finja
      Oktober 18, 2013 at 11:08

      So habe ich den Satz gar nicht gemeint! ich habe grundsätzlich kein Problem damit eine negative Review zu schreiben. Das habe ich z.B bei dem Bericht zum Zalando Shop gemacht. Dennoch macht es natürlich mehr Spass etwas Positives über ein Produkt schreiben zu können, das ich weiterempfehlen kann. Klar, eine negative Review ist auch nützlich, wenn man vor einem Fehlkauf bewahrt wird. Ich bin in der Hinsicht froh, dass ich bisher nie Probleme mit Firmen hatte, wenn ich etwas negatives geschrieben habe. Totalausfälle wären für mich schlechte Produkte und Firmen, die trotzdem eine gute Meinung dazu lesen wollen. was ich definitiv ablehne! 🙂

    • Reply
      vanillefax
      Oktober 21, 2013 at 15:05

      Gefällt mir sehr, dass du auf eine ehrliche Meinung so einen starken Wert legst! 🙂

      Ich finde negative Reviews übrigens ziemlich hilfreich, manchmal sogar äußerst unterhaltsam, wenn es knackige Verrisse sind. Das finde ich an Blogs eben auch wichtig – vor schlechter Qualität gewarnt zu werden.

  • Reply
    pinkpetzie
    Oktober 18, 2013 at 10:26

    Dem kann ich eigentlich nichts hinzufügen. Du hast das, was ich denke, auf den Punkt gebracht :).

    Wie viel man für einen Beitrag verlangen kann, ist natürlich eine schwierige Frage. Aber grundsätzlich sollten man sich an vergleichbaren Honoraren orientieren, also im Grunde bei Mode- und Beautyjournalisten, weil es ja im Grunde nichts Anderes ist. Je mehr Erfahrung und Referenzen man besitzt (auch Leser- und Klickzahlen) desto mehr kann man meiner Meinung nach verlangen. Auch wenn das bisher wahrscheinlich nur die allerwenigsten Blogger betrifft. Während gleichzeitig viele Firmen in diesem Bereich durch Blogs profitieren. Aber da muss wahrscheinlich jeder sein eigenes Maß finden.

    Liebe Grüße

  • Reply
    Vicky L
    Oktober 18, 2013 at 18:17

    Das Thema zieht ja mittlerweile weite Kreise…

    Was mich auf jeden Fall stutzig macht, sind Blogs, auf denen es so gut wie überhaupt keine selbst gekauften Produkte gibt, die alles in den Himmel loben und zwischen PR-Samples nur Preview-Posts online stellen. Das entabonniere ich nach und nach auch.

    Schade (und seltsam) finde ich es auch, wenn man überhaupt keine negativen Meinungen veröffentlicht. Es gibt da eine bekannte Bloggerin, die ernsthaft geschrieben hat, sie möchte keine negativen Sachen auf ihrem Blog haben, alles soll nur schön sein. Das ist einseitig und auch irgendwo traurig, denn jede von uns macht schlechte Erfahrungen – und ich finde es gut, andere mit meiner Erfahrung zumindest aufhorchen zu lassen, auf bestimmte Sachen zu achten.

    Wenn jemand alles korrekt kennzeichnet, damit ich weiß, womit ich es zu tun habe, ist doch alles in Ordnung. Sponsored Posts lese ich zum Beispiel momentan grundsätzlich nicht, bekomme aber selbst alle paar Tage Anfragen für so was. Irgendwann will ich mich ein bisschen damit auseinander setzen, derzeit halte ich aber nichts davon, vorgeschriebene Artikel bei mir zu posten, denn meine Spezialität ist, dass ich mich sehr ausführlich mit Produkten beschäftige, extrem Wert darauf lege zu wissen, was genau drin steckt und meinen Lesern die Inhaltsstoffe verständlich zu erklären. Viele Produkte rücken damit in ein schlechteres Licht…

    Eine gesunde Mischung ist meiner Meinung nach für nicht-kommerzielle Blogs einfach das beste. Natürlich ist es schön, hin und wieder PR-Samples zu bekommen, man hat etwas mehr zum Vorstellen. Aber selbst gekaufte Sachen sind auch wichtig, man setzt sich noch mal anders mit einem Produkt auseinander, wenn man aus der eigenen Tasche 80 Euro bezahlt hat. Die Fragen (ist es das wert, was steckt drin) sind einfach anders, wenn man selbst bezahlt, finde ich.

    Ich sehe auf hunderten von Blogs den Druck, immer nur das aktuellste zeigen zu müssen, jede LE beliebiger Marken anzukündigen und dann möglichst schnell was zu kaufen, um als erste was zu reviewen. Möglicherweise bin ich mit meinen 34 Jahren für so nen Kinderquatsch schon zu alt, ich jage keiner LE hinterher und denke nicht, dass ich auf meinem Blog das Neueste vom Neuesten zeigen muss. Mir ist wichtig, dass es fundiert ist und nicht schnelllebig.

    Was problematisch mit all den PR-Samples bekannter Marken ist: alle Blogger bekommen die gleichen Produkte und man sieht dann wochenlang die gleichen Sachen, gähn. Das ist aber natürlich das Problem der PR-Firmen, die sich nicht so richtig Gedanken machen, sondern Hauptsache mal kostenlose Werbung auf allen Blogs plazieren…

    LG, schnikki aus dem beautyjungle.de

  • Reply
    Tanja J.
    Oktober 18, 2013 at 22:06

    Hallo Finja ! Ein sehr interessanter artikel und eine frage die ich mich als sterterblogerin schon oft gefragt habe. ich denke es kommt drauf an, wofür man wirbt. wenn man einen modeblog führt, sollte man nicht für küchengeräte oder tuperware werben bloß weils kostenlos ist. solche blogger verlieren in meinen augen an glaubwürdigkeit.
    wenn jemand für artikel bezahlt wird und irgendeinen mist da vorstellt (zB ein lifestyleblogger mit 17 jahren stellt eine kinderserie vor) dann verliert auch dieser blog für mich an wert.
    Es ist eine grauzone , solange man seinen blog nicht mit sposoring überlädt ist alles in ordnung meiner Meinung nach 🙂

    Liebe Grüße, Tanja ♥

    voyagevoyagelamonde.blogspot.de

  • Reply
    Erdbeerelfe
    Oktober 19, 2013 at 8:03

    Hallo Finja! Ich finde deinen Text total klasse geschrieben und ich stimme dir in allen Punkten vollkommen zu. Also eigentlich habe ich dem auch gar nichts mehr hinzuzufügen^^ Ich würde jetzt wahrscheinlich die ganze Zeit nur schreiben "Ja, das finde ich auch/sehe ich genauso…" 😀
    Danke für den interessanten Post, sowas lese ich sehr gern 🙂
    Liebe Grüße,
    Erdbeerelfe

  • Reply
    Jule
    Oktober 19, 2013 at 12:43

    ein wirklich toller post und ich kann mich dir und den meisten kommentaren nur anschließen. wahre worte! ich wünschte, das würden mehr so sehen!

  • Reply
    Make-Up Eule
    Oktober 20, 2013 at 14:21

    Hallo,

    ich find deinen Post sehr gut und die Diskussion um PR-Samples, die gerade wieder aufflammt, etwas nervig. So lange Gratisprodukte als solche gekennzeichnet werden, nicht wahllos irgendwelche Sachen vorgestellt werden, die eigentlich nicht zum Blogkonzept passen, auf einem Blog nicht ausschließlich PR-Samples vorgestellt werden und auch die eigene Meinung klar und glaubhaft rübergebracht wird, dann habe ich damit auch kein Problem.
    Bei vielen "Kritikern" spricht wohl einfach der Neid, was für mich allerdings nicht nachzuvollziehen ist, da ein Blog einen großen zeitlichen und (wenn man stets aktuell sein möchte) finanziellen Aufwand darstellt.

    Liebe Grüße
    Eule

  • Reply
    Cynthia
    Oktober 20, 2013 at 19:27

    Hallo,

    ich bin gerade neu in die Bloggerwelt gestartet und hatte lange nicht den "Mut", mich auch dieser Problematik zu stellen. Ich habe Spaß am schreiben und testen von Produkten, ohne Wert auf Gratisprodukte zu legen. Aber wem will man heute noch Glauben schenken? Deswegen, auch von mir Daumen hoch und ein Danke für die ehrlichen Worte!

    Viele Grüße
    Cynthia

    http://cynthiabloggt@blogspot.de

  • Reply
    TeenageBeautySHIT
    Oktober 20, 2013 at 20:35

    Spannendes Thema und schöne ehrliche Stellungnahme 🙂
    Liebste Grüße ♥
    http://teenagebeautyshit.blogspot.de/

  • Reply
    ChocoSuga
    Oktober 31, 2013 at 16:02

    DAS ist nämlich das Problem. Gesponserte Produte sind ganz nett, vor allem spart es Geld, aber ich stehe damit halt auch unter dem Druck etwas über das Produkt schreiben zu müssen. Ich für mich schliesse gesponserte Produkte aus. Nur wenn ich selbst kaufe, kann ich ehrlich und ohne Druck über das Prdoukt berichten und manchmal wird diese Kritik dann auch negativer…. Da möchte ich nicht gleich ne Mail von der Firma im Postfach haben

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